Ich weiß.
Es ist nervtötend, immer wieder und wieder, von ein und der selben Sache zu berichten.
Aber was wenn an dieser einen Sache, das ganze Herz hängt? Was wenn man ohne diese eine Sache nicht mehr leben kann?
C ist heute nach Frankreich gefahren. Er ist die ganze letzte Zeit schlecht drauf, wir reden kaum miteinander und doch mache ich alles für ihn! Und doch genieße ich die Zeit mit ihm. Ich versuche dann immer nicht an die ganzen anderen im Spiel zu denken, aber oft gelingt es mir nicht.
Es wird schwer, er kommt erst von Sonntag auf Montag die Nacht wieder, aber es ist eine gute Übung für die anstehende Brasilienreise von ihm. Da wird er drei Woche weg sein. Drei Wochen wo ich nicht weiß wie es ihm gehen wird, was er macht, wie er sich fühlt, was er erlebt. Drei Wochen komplette Ungewissheit. Das macht mich verrückt und macht mir unheimliche Angst. Ich weiß nicht wie er wieder kommen wird, alle die aus Südamerika wieder gekommen sind, verfielen den Depressionen hier in Deutschland. Und ich weiß das ihm das auch bevorstehen wird. Ich weiß auch, dass ich mir wegen ihm nicht so viele Gedanken machen sollte und mich erst mal um mich selbst kümmern müsste, aber das ist einfach viel zu schwierig und unmöglich. Schließlich, ist ein Teil von C ja nun auch in mir und wächst heran.
Und doch merke ich, wie es mir die Kraft entzieht, noch vor 6 Monaten war C der Starke, derjenige der mich aufgefangen hat, der mir unter die Arme gegriffen hat, der meine Hand genommen hat und mit mir einen komplett neuen Weg gegangen ist. Er hat mir geholfen, gegen meine Vergangenheit an zukämpfen, er hat nicht zu gelassen, dass ich mich in dem Chaos meiner widersprüchlichen Gefühle und in meiner Unterwürfigkeit verliere, er stand hinter mir und hat mich an den Schulter gepackt, wenn ein Sturm kam Er gab mir das Gefühl, dass es auch was bringt mit blóßen Fäusten gegen einen Sturm an zukämpfen.Er hat mir gezeigt, dass es verkehrt ist, sich zu verkriechen und alles mit sich machen zu lassen.
Doch dann, als ich es geschafft hatte, kam die Wende..
er hat mich fallen gelassen, mich so verletzt, wie es nie zuvor einer getan und auch garnicht vermocht hätte. Er ist mir näher als jeder andere.. ich habe ihm mehr vertrauen entgegen gebracht, als meinen Schwestern.
Und jetzt?
jetzt ist er der Schwache, er ist derjenige,der jetzt jemanden braucht der seine Hand nimmt und ihn durch die Dunkelheit führt. ich bin die Einzige, die alles weiß, ich fühle mich dadurch so geehrt, aber gleichzeitig, bringt es mich ihm wieder ein Stück näher und jedes zurückweisen von ihm, ist wie ein Umdrehen des Messers in der klaffenden Wunde.
Ich bin die einzige die sich dafür interessiert. Die anderen wollen alle zu seinem Leben gehören, abernur zu dem "alles-ist-gut-leben" und oft kommt es mir so vor als würde er genau diese Frauen bevorzugen.
er sieht nicht was er mir damit antut, wie sehr er mich damit verletzt. So sehr, dass ich oft davor bin den Kontakt abzubrechen, dass ich auf der Couch sitze nicht weiter weiß und die letzten 6 Monate bereue.
Wie oft habe ich ihm gesagt, dass er gemein zu mir ist und ich damit nicht umgehen kann?! Jedes mal wollte er es ändern, es hat 1 Tage vielleicht 2 Tage angehalten und dann verfiel er wieder seinem alten Muster und ich musste für alles hinhalten..
Ich merke es macht mich kleiner, verletztlicher, ich bin gestresst ohne Ende, ich verfluche mein schwaches Herz, dass sich so nach seiner Nähe verzerrt,die Gefühle, die nicht abklingen wollen...
Es ist ein spiel und er ist der strahlende Gewinner, wenn die nächsten Wochen überstanden sind.. Geht er, als der Gewinner hervor und ich bin der Verlierer...der alles bei diesem Spiel verloren hat..
Er ist das Grab meiner Selbstwürde!!

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